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Punta San Vigilio, eine kleine Halbinsel

Punta San Vigilio, eine kleine Halbinsel

Punta San Vigilio ist eine Halbinsel im Gardasee. Die zwischen der Stadt Garda und dem Fischerort Torri del Benaco weit hinaus ins Meer ragende Landzunge gilt als eine der schönsten Punkte des Gardasees. Auf der Punta (Spitze) befindet sich die Villa Guarienti di Brenzone, ein Privatbau aus dem 16.Jahrhundert. Sie gehörte einst dem großen italienischen Humanisten Agostino di Brenzone. Ihm gelang es, den berühmten Festungsbaumeister Michele Sanmicheli aus Baumeister zu gewinnen. Die auch heute noch im Besitz der Familie Brenzone befindliche Villa liegt inmitten eines malerischen Gartens. Hier befindet sich neben uralten Büsten, Statuen und Gedenktafeln auch eine antike Kapelle. Man erreicht die Villa über eine malerische von Zypressen gesäumte Straße. Neben der Villa liegt der Parco Baya delle Sirene, ein magischer Ort mit einem Traumstrand, großen Wiesenflächen, Picknickplätzen unter alten Olivenbäumen, einem Imbiss und einer kleinen Eisdiele.

Das älteste Bauwerk der Punta San Vigilio ist die kleine Kirche San Vigilio aus dem 13.Jahrhundert. Sie ist dem Heiligen und Märtyrer Vigilius von Trient gewidmet. Er war Missionar und ließ im oberen Etsch-Tal und auch in der Gardasee-Region zahlreiche Kirchenbauten errichten.

​Früher zog die Punta San Vigilio Adlige, Künstler und Wissenschaftler von Rang in ihren Bann. Marie Luise von Österreich, die Gattin Napoleons war hier, der russische Zar Alexander III., König Juan Carlos von Spanien und Prinz Charles aber auch Winston Churchill, Laurenz Olivier und Vivian Leigh. Anders als viele andere Orte am Lago di Garda hat der Ort seine Magie und seine ganz besondere Stimmung bewahren können, obwohl heuten viele Touristen hierher kommen. Sie erreichen die Halbinsel entweder mit dem Boot von der Seeseite aus oder mit dem Auto über die Uferstraße Gardesana. Über der Landzunge liegt oberhalb des Seeufers an der Straße ein großer Parkplatz unter schattigen Bäumen. Von hier aus kann man zu Fuß die Punta erreichen aber zugleich ist es auch der nächste Parkplatz zu einer anderen Sehenswürdigkeit, den jungsteinzeitlichen Felszeichnungen am Monte Luppia, einem Ausläufer des Monte Baldo-Massivs. Ein ausgeschilderter Weg mit Schautafeln führt durch Olivenhaine und Macchia zu den glatten Felswänden, an denen vor 3000 Jahren Menschen Zeichnungen anbrachten.